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Steigende Löhne in China führen zu Reshoring

7. Oktober 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ A. Gruschke

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Die Hochzeiten, in denen Unternehmen ihre Produktion mehr und mehr nach China verlagerten, scheinen zu Ende zu sein. Laut einer aktuellen Studie der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group werden in den kommenden Jahren immer mehr US-Firmen ihre Produktionsstätten von China wieder zurück in die USA verlagern. Dies ist ein Trend, der sich wohl langfristig auch auf Europa übertragen lassen kann.

Das sogenannte Reshoring, also das Zurückholen der Fertigungsaktivitäten, sei einer der großen Trends. Bis 2020 könnten laut der Studie dadurch drei Millionen neue Arbeitsplätze in den USA entstehen. Ein Punkt, der so manch einem Unternehmen zu einem besseren Image verhelfen könnte.

Als ein Hauptgrund dafür werden die steigenden Lohnkosten in China genannt. In den vergangenen Jahren hätten diese sich verfünffacht und man nimmt an, dass sie bis 2020 noch einmal um das Vierfache des aktuellen Stands steigen werden. So seien die Lohnkosten in den USA auf einem ähnliche Niveau wie in China, was etliche Firmen dazu veranlasse wieder Arbeitsplätze im eigenen Land zu schaffen.

Outsourcing von Produktion: USA sprechen von Kompetenz-Verlust

9. September 2011 Keine Kommentare
cc by Flickr/ HikingArtist.com

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So gut Outsourcing in vielen Punkten auch sein kann, so hat es natürlich auch seine Schattenseiten. In den letzten Jahren gab es in Ländern wie den USA einen wahren Outsourcing-Boom. Dabei wurden bekanntermaßen nicht nur betriebliche Prozesse ausgelagert, sondern gleich die gesamte Produktion. Dort erhofften sich die Unternehmen neue Märkte und billigere Arbeitskräfte.

Dass dies im eigenen Land Jobs kostet, ist nichts Neues. Nun beklagt die USA jedoch auch, dass Know-How und Steuern verloren gehen. Führende Wirtschaftsexperten sprechen sich im Magazin „Forbes“ nun gegen den Outsourcing-Boom aus.

US-Unternehmen zahlen inzwischen im Ausland mehr Steuern als im eigenen Land. Zudem gibt vielen US-Amerikanern die schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt zu denken. Am schmerzhaftesten sei jedoch laut den Experten der Know-How-Verlust. Dadurch, dass die gesamte Produktion im Ausland stattfinde, wĂĽrden auch die Ingenieure und Wissenschaftler abwandern.

Technische Weiterentwicklung und Innovation ist meist jedoch nur möglich, wenn man täglich am Herstellungsprozess beteiligt ist. So werden immer weniger neue Produkte in den USA entwickelt. Laut „Forbes“ könnte Amazon, selbst wenn das Unternehmen wollte, beispielsweise den E-Reader Kindle nicht in den USA produzieren lassen, da schlicht und ergreifend inzwischen das gesamte Produktionsumfeld in Asien stattfinde.

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