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Corporate Social Responsibilty: Mehr Ehrlichkeit bei Unternehmen gefragt

8. April 2011 Keine Kommentare
cc by fotopedia/ woodleywonderworks

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In den letzten Jahren wurde bei Unternehmen ein Trend immer deutlicher: Immer mehr Firmen setzen grüne Produkte und Leistungen gezielt für die Werbung ein. Corporate Social Responsibility nennt sich das dann, doch dies wird von den Verbrauchern immer häufiger eher als unglaubwürdig aufgenommen.

Dies ist auch ein Ergebnis des 7. Deutschen CSR-Forums, das in dieser Woche in Stuttgart stattfand.
Mitveranstalter war hierbei die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V. (AVE). Deren Hauptgeschäftsführer Jan Eggert betonte, dass Verbraucher diesen „Unternehmens-Altruismus“ häufiger eher als „Greenwashing“ verunglimpfen, was eine gefährliche Tendenz darstelle.

Er gab offen zu, dass viele Unternehmen dies nicht aus rein menschenfreundlichen Motiven heraus betrieben, sondern natürlich auch einen wirtschaftlichen Nutzen aus ihrem Engagement zögen. Dies sei jedoch, wenn ehrlich damit umgegangen würde, nichts schlechtes. „Tatsache ist, dass gute Arbeitsbedingungen in der internationalen Lieferkette auch im ureigenen Interesse der importierenden Unternehmen sind, denn sie verbessern die Qualität und Produktivität und sind die Basis für langfristige und stabile Lieferanten- und Kundenbeziehungen“, sagte Eggert.

In diesem Zusammenhang wurde zudem auf die 2003 gegründeten „Business Social Compliance Initiative“ (BSCI) hingeweisen, in der sich inzwischen rund 700 europäische Einzelhändler und Hersteller von Konsumgütern freiwillig dem „Code of Conduct“ unterwerfen. Dieser beinhaltet unter anderem das Verbot von Kinderarbeit, die Einhaltung von Arbeitszeit- und Arbeitssicherheitsbestimmungen, die Beachtung von Umweltstandards, ein Diskriminierungsverbot und die Gewährung von Vereinigungsfreiheit.

Unternehmen sollten sich in Zukunft also natürlich weiterhin in Sachen Umwelt und in sozialen Fragen engagieren, jedoch dabei offen mit ihren wirtschaftlichen Interessen umgehen, dann könnte es auch wieder mit der Glaubwürdigkeit klappen.